Öffentliche Veranstaltungen des PaIB

Wenn nicht anders angegeben, finden die Sitzungen jeweils mittwochs ab 20.30 Uhr in der Goerzallee 5, Raum 1 statt.

Öffentliche Veranstaltung

30.09.2026

Öffentliche Vortragsreihe am PaIB: "Magersucht: Ringen um Wachstum in Abgrundnähe"

Tabea A. Tillinger, M.Sc. Psych.

 

Mittwoch, 30.09.2026 um 20:00 Uhr 

 

Beschreibung:

 

Anorektisches Verhalten kann für die Betroffenen lebensbedrohliche Konsequenzen bis hin zum Tod haben. Vor diesem Hintergrund ist es für die psychotherapeutische Praxis von zentraler Bedeutung, das komplexe Bedingungsgefüge der Störung in seiner Vielschichtigkeit zu erfassen. Neben medizinischen Besonderheiten und Folgeerscheinungen sind dabei auch kulturelle und gesellschaftliche Einflussfaktoren sowie spezifische Übertragungs- und Gegenübertragungsdynamiken relevant.

 

Der Vortrag eröffnet einen psychodynamisch-psychoanalytischen Zugang zur Entstehung und Behandlung der Anorexia nervosa bei Frauen. Vorgestellt werden zentrale psychodynamische Konzepte sowie Überlegungen zu behandlungstechnischen Herausforderungen und Interventionsmöglichkeiten, die praxisnah veranschaulicht werden. 

 

Die Veranstaltung bietet Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit einem klinisch hochrelevanten Störungsbild sowie für Austausch und Diskussion im Anschluss an den Vortrag.

 

 

 

 

Ort: Zweigstelle des IfP: Haupstraße 19, 10827 Berlin-Schöneberg

Öffentliche Veranstaltung

02.12.2026

Öffentliche Vortragsreihe am PaIB:

Anna-Luisa Sahlfeld, M.Sc. Psych.

 

Mittwoch, 02.12.2026 um 20:00 Uhr 

 

Beschreibung:

 

Der Vortrag untersucht aus neuropsychoanalytischer Perspektive, wie die Nutzung von Smartphones die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflusst. Im Zentrum steht die Frage, wie digitale Medien emotionale Bedürfnisse, Bindungsprozesse und die Fähigkeit zur Selbstregulation verändern.

 

Smartphones fungieren dabei nicht nur als technische Geräte, sondern als psychodynamisch wirksame Objekte, die affektive Spannungen reduzieren, Beziehungen scheinbar ersetzen und zentrale Entwicklungsaufgaben unterlaufen können. Unter Einbezug neurobiologischer Grundlagen, insbesondere der primären Emotionssysteme nach Panksepp, und psychoanalytischer Konzepte wird aufgezeigt, wie exzessive Smartphone-Nutzung die Entstehung psychischer Störungen begünstigen kann, indem reale emotionale Erfahrungen zunehmend durch digitale Ersatzbefriedigungen ersetzt werden. 

Ort: Zweigstelle des IfP: Haupstraße 19, 10827 Berlin-Schöneberg