Aktuelle Veranstaltungen des PaIB

Programm der wissenschaftlichen Sitzungen und der Mitgliederversammlungen des PaIB.

Wenn nicht anders angegeben, finden die Sitzungen jeweils mittwochs ab 20.30 Uhr in der Goerzallee 5, Raum 1 statt.

Nur für Mitglieder des PaIB

24.01.2026

Zweite Institutionelle Großgruppe

Am Samstag, den 24.01.2026 im Institut für Psychotherapie e.V. – Goerzallee 5, vom 09:30 bis 15:30 Uhr

In bewegten Zeiten ist es aus unserer Sicht wichtig, einen Reflexionsraum zu eröffnen, in dem wir in offenem Austausch gemeinsam über die Zukunft und Weiterentwicklung unseres Instituts nachdenken können.

Wir freuen uns, dass Prof. Dr. Franziska Lamott erneut die Leitung der Großgruppe übernehmen wird. Sie ist Diplomsoziologin, Sozialpsychologin, Gruppenlehranalytikerin, Organisationsberaterin und Coach. Sie arbeitet in freier Praxis in Potsdam und Berlin und ist als Dozentin an der Internationalen Psychoanalytischen Universität Berlin tätig.

Eine Einladung mit weiteren Informationen erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

 

Ort: Institut für Psychotherapie e.V. Berlin

Nur für Mitglieder des PaIB

25.03.2026

Wissenschaftliche Sitzung der DPG-AG: "Freies Denken in psychoanalytischen Institutionen – eine Illusion?"

Referentin: Sylvia Schulze (Berlin)

🕗 Mittwoch, dem 25.03.2026, um 20:00 Uhr

Freies Denken gilt als zentrales Ziel psychoanalytischer Arbeit und Ausbildung. Der Vortrag geht der Frage nach, inwiefern psychoanalytische Institutionen dieses freie Denken ermöglichen oder durch strukturelle und generative Dynamiken begrenzen. Ausgehend von André Greens Forderung, „das Undenkbare zu denken“, werden antianalytische Faktoren institutioneller Organisationen sowie eine bestehende generative Krise diskutiert. Abschließend werden mögliche Auswege und Perspektiven für eine institutionelle Erneuerung psychoanalytischer Institutionen reflektiert.

📝 Die Zertifizierung bei der Ärztekammer Berlin ist beantragt.

Ort: Zweigstelle des Instituts für Psychotherapie e.V. Berlin, Hauptstraße 19, 10827 Berlin

Öffentliche Veranstaltung

29.04.2026

Öffentliche Vortragsreihe am PaIB: "Stationen der psychoanalytischen Antisemitismusforschung: Sigmund Freud, Ernst Simmel und Herbert Rosenfeld"

Priv.-Doz. Dr. Dr. Wolfgang Hegener

 

Mittwoch, 29.04.2026 um 20:00 Uhr 

 

Beschreibung:

 

Nach einer jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus hat sich gezeigt, dass für ein vertieftes psychoanalytisches Verständnis dieser wohl ältesten und zugleich zerstörerischsten Kulturpathologie insbesondere die Arbeiten dreier Autoren von zentraler Bedeutung sind: Sigmund Freud, Ernst Simmel und Herbert Rosenfeld. Ihre Analysen entstanden unter dem Eindruck des nationalsozialistischen Vernichtungsantisemitismus, seiner Nachwirkungen sowie der persönlichen Erfahrungen von Verfolgung und Vertreibung.

 

Die entsprechenden Arbeiten wurden in den 1930er-, 1940er- und 1980er-Jahren veröffentlicht und bilden in dieser zeitlichen Abfolge zugleich wesentliche Entwicklungsschritte der psychoanalytischen Theorie und Praxis ab. Im Vortrag werden diese drei Ansätze in ihren Grundzügen vorgestellt. Anhand exemplarischer Analysen soll zudem aufgezeigt werden, wie produktiv mit ihnen auch heute noch weitergearbeitet werden kann. Gerade darin liegt ihre überdauernde und weiterhin hochaktuelle Bedeutung.

Ort: Zweigstelle des IfP: Haupstraße 19, 10827 Berlin-Schöneberg

Nur für Mitglieder des PaIB

27.05.2026

Wissenschaftliche Sitzung der DPG-AG: Über das Mütterliche im Eigenen: Weibliche Perversion und negativer Ödipuskomplex der Frau

Über das Mütterliche im Eigenen: Weibliche Perversion und negativer Ödipuskomplex der Frau

Referentin: Dipl.-Psych. Sabine Cassel-Bähr (Hamburg)

🕗 Mittwoch, dem 27.05.2026, um 20:00 Uhr

In diesem Vortrag wird gezeigt, dass und inwiefern sich der weibliche Ödipuskomplex – zumindest unter unseren kulturellen Bedingungen – systematisch vom männlichen unterscheidet. Diese Asymmetrie der ödipalen Verhältnisse hat weitreichende Auswirkungen auf geschlechtliche Identifizierungen sowie auf weibliche Identität und Sexualität. Klinisch werden diese Dynamiken besonders deutlich im Bereich sexueller Perversionen. Ausgehend von Estella Weldon wird die sogenannte „weibliche Perversion“ auch anhand eines Fallbeispiels dargestellt. Abschließend werden Schlussfolgerungen für die therapeutische Arbeit mit Frauen sowie für die kulturellen Bedingungen geschlechtsspezifischer Entwicklung zur Diskussion gestellt.

📝 Die Zertifizierung bei der Ärztekammer Berlin ist beantragt.

Ort: Zweigstelle des Instituts für Psychotherapie e.V. Berlin, Hauptstraße 19, 10827 Berlin

Nur für Mitglieder des PaIB

24.06.2026

Wissenschaftliche Sitzung der DPG-AG: »Einem Menschen begegnen heißt, von einem Rätsel wachgehalten werden.« (E. Lévinas) oder: Queere Identitäten in der Psychotherapie – oder: Wer bin ich? Wer ich bin!

»Einem Menschen begegnen heißt, von einem Rätsel wachgehalten werden.« (E. Lévinas) oder: Queere Identitäten in der Psychotherapie – oder: Wer bin ich? Wer ich bin!

Referent: Dr. Dipl.-Psych. Bernd Heimerl

🕗 Mittwoch, dem 24.06.2026, um 20:00 Uhr

Identität verkörpert Subjektivität als ein paradoxes Selbstverhältnis. In der Moderne ist sie zunehmend durch Verlusterfahrungen und die Unmöglichkeit definitiver Antworten geprägt und wird damit zu einer Frage der Selbst-Interpretation. Der Vortrag beleuchtet, wie sich diese Dynamiken in der psychotherapeutischen Arbeit mit queeren Personen zeigen. Ausgehend von psychoanalytischen und kulturanalytischen Perspektiven wird diskutiert, wie sich queere Identitäten im Spannungsfeld heteronormativer Prägungen entwickeln und welche Bedeutung der Frage „Wer bin ich?“ in jeder psychoanalytischen Begegnung – bewusst, vorbewusst und unbewusst – zukommt.

📝 Die Zertifizierung bei der Ärztekammer Berlin ist beantragt.

Ort: Zweigstelle vom Institut für Psychotherapie e.V. Berlin, Hauptstraße 19, 10827 Berlin

Öffentliche Veranstaltung

30.09.2026

Öffentliche Vortragsreihe am PaIB: "Magersucht: Ringen um Wachstum in Abgrundnähe"

Tabea A. Tillinger, M.Sc. Psych.

 

Mittwoch, 30.09.2026 um 20:00 Uhr 

 

Beschreibung:

 

Anorektisches Verhalten kann für die Betroffenen lebensbedrohliche Konsequenzen bis hin zum Tod haben. Vor diesem Hintergrund ist es für die psychotherapeutische Praxis von zentraler Bedeutung, das komplexe Bedingungsgefüge der Störung in seiner Vielschichtigkeit zu erfassen. Neben medizinischen Besonderheiten und Folgeerscheinungen sind dabei auch kulturelle und gesellschaftliche Einflussfaktoren sowie spezifische Übertragungs- und Gegenübertragungsdynamiken relevant.

 

Der Vortrag eröffnet einen psychodynamisch-psychoanalytischen Zugang zur Entstehung und Behandlung der Anorexia nervosa bei Frauen. Vorgestellt werden zentrale psychodynamische Konzepte sowie Überlegungen zu behandlungstechnischen Herausforderungen und Interventionsmöglichkeiten, die praxisnah veranschaulicht werden. 

 

Die Veranstaltung bietet Raum für eine vertiefte Auseinandersetzung mit einem klinisch hochrelevanten Störungsbild sowie für Austausch und Diskussion im Anschluss an den Vortrag.

 

 

 

 

Ort: Zweigstelle des IfP: Haupstraße 19, 10827 Berlin-Schöneberg

Öffentliche Veranstaltung

02.12.2026

Öffentliche Vortragsreihe am PaIB:

Anna-Luisa Sahlfeld, M.Sc. Psych.

 

Mittwoch, 02.12.2026 um 20:00 Uhr 

 

Beschreibung:

 

Der Vortrag untersucht aus neuropsychoanalytischer Perspektive, wie die Nutzung von Smartphones die psychische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflusst. Im Zentrum steht die Frage, wie digitale Medien emotionale Bedürfnisse, Bindungsprozesse und die Fähigkeit zur Selbstregulation verändern.

 

Smartphones fungieren dabei nicht nur als technische Geräte, sondern als psychodynamisch wirksame Objekte, die affektive Spannungen reduzieren, Beziehungen scheinbar ersetzen und zentrale Entwicklungsaufgaben unterlaufen können. Unter Einbezug neurobiologischer Grundlagen, insbesondere der primären Emotionssysteme nach Panksepp, und psychoanalytischer Konzepte wird aufgezeigt, wie exzessive Smartphone-Nutzung die Entstehung psychischer Störungen begünstigen kann, indem reale emotionale Erfahrungen zunehmend durch digitale Ersatzbefriedigungen ersetzt werden. 

Ort: Zweigstelle des IfP: Haupstraße 19, 10827 Berlin-Schöneberg